Kurzantwort: Nicht Agenturen sind das Problem, sondern ungeprüfte Retainer. Pauschalen ohne klare Leistung, Media Fees zusätzlich zur Provision, Setup Fees bei Bestandskunden, Tool-Aufschläge und automatische Verlängerungen treiben die Kosten. Wer Leistungsumfang, Output und Honorarmodell benchmarkt und Erfolgskomponenten einbaut, macht Marketing wirtschaftlicher – ohne es abzuschalten.
Agenturen sind nicht das Problem. Ungeprüfte Retainer sind das Problem. Viele Unternehmen zahlen monatliche Pauschalen für SEO, SEA, Social Media, PR, Tracking, Design, Content, Amazon Ads, Affiliate, CRM und Marketing Automation – oft völlig berechtigt, aber häufig nicht mehr passend zur aktuellen Unternehmensphase.
Warum Retainer aus der Zeit fallen
Ein Retainer, der vor zwei Jahren sinnvoll war, kann heute überdimensioniert sein. Typische Kostenlecks sind Pauschalen ohne klare Leistung, Media Fees zusätzlich zur Provision, Setup Fees bei Bestandskunden, Tool-Aufschläge, doppelte Agenturen, unklare Reporting-Leistungen, automatische Vertragsverlängerungen und fehlende Erfolgskopplung.
Das Problem dahinter: Marketingkosten sind emotional. Niemand will Wachstum gefährden. Aber genau deshalb werden Agenturkosten oft nicht hart genug kaufmännisch geprüft.
So bringen Sie Agenturkosten in Form
Leistungsumfang und Output prüfen
Was wird im Retainer tatsächlich geleistet, und wie sieht der Output je Monat aus? Erst der Vergleich von Honorar und tatsächlicher Leistung schafft eine Verhandlungsbasis.
Honorarmodell benchmarken
Ist das Modell marktgerecht? Media- und Toolkosten gehören sauber vom Honorar getrennt, sonst verschwimmen die echten Kosten.
Erfolgskomponenten einbauen
Eine Erfolgskopplung richtet die Interessen aus und macht aus einer Fixpauschale eine leistungsbezogene Vergütung.
Doppelte Leistungen und Fristen
Doppelte Agenturen eliminieren und Kündigungsfristen prüfen – damit sich nichts unbemerkt weiter verlängert.
Häufige Fragen
Wie erkennt man einen überdimensionierten Retainer? Wenn der monatliche Output in keinem klaren Verhältnis zum Honorar steht und Leistungen abgerechnet werden, die heute nicht mehr gebraucht werden.
Sollte man Marketing inhousen? Nicht pauschal. Eine Inhousing-Prüfung lohnt sich dort, wo Leistungen dauerhaft und planbar anfallen – andere bleiben besser bei der Agentur.
Was bedeutet Erfolgskopplung? Ein Teil der Vergütung hängt an vereinbarten Ergebnissen statt an einer reinen Pauschale – das richtet Agentur und Unternehmen auf dasselbe Ziel aus.
Fazit
Kosten senken heißt hier nicht, Marketing abzuschalten – sondern Marketing wirtschaftlicher zu machen. Das ist kein Sparprogramm, sondern operative Exzellenz.
Bei Von Falkenrath & Company prüfen wir Agentur- und Retainer-Strukturen kaufmännisch – zu 100 % erfolgsabhängig. Mehr auf Von Falkenrath & Company.
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Über den Autor Tom Illauer ist Gründer von Von Falkenrath & Company, Geschäftsführer eines Handelsunternehmens sowie Diplom-Betriebswirt und Diplom-Investmentbanker. Die kaufmännische Prüfung emotional aufgeladener Marketingkosten gehört zu seinem Alltag.