Azure- und Google-Cloud-Kosten senken: ein Governance-Problem

Azure- und Google-Cloud-Kosten senken: Zu große Maschinen, falscher Storage und fehlende Governance treiben die Rechnung. So steuern Sie Cloud-Kosten wie Einkaufskosten.

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IT & Cloud · 3 Min. · 2026-04-10

Kurzantwort: Die meisten Unternehmen haben bei Azure und Google Cloud kein technisches, sondern ein Governance-Problem: zu große Maschinen, falscher Storage, fehlende Budgets, keine Tagging-Struktur und keine Verantwortlichkeit. Cloud-Kosten wachsen leise – wer sie wie Einkaufskosten behandelt (prüfen, benchmarken, steuern), holt sie zurück.

Viele Unternehmen haben kein Cloud-Problem. Sie haben ein Cloud-Governance-Problem. Bei Azure und Google Cloud zeigen sich dieselben Muster wie bei AWS – nur unter anderem Namen.

Die wiederkehrenden Muster

Zu große Maschinen, zu teurer Storage, falsche Datenbankgrößen, ungenutzte Ressourcen, fehlende Budgets, keine Verantwortlichkeit, keine Tagging-Struktur, keine Abschaltlogik und keine Preisstrategie. Das wirkt technisch, ist aber kaufmännisch hoch relevant.

Denn Cloud-Kosten wachsen selten sprunghaft – sie wachsen leise. Jeden Monat ein bisschen, jedes Projekt ein bisschen, jede Abteilung ein bisschen. Irgendwann ist die Rechnung doppelt so hoch, und niemand kann exakt sagen, warum.

Was Sie steuern sollten

Right-Sizing und Storage-Klassen

Maschinen und Datenbankgrößen an die reale Last anpassen, Storage in die passende Klasse legen. Das ist der schnellste technische Hebel.

Reserved und Spot Instances

Für planbare Last lohnen sich Reserved-Modelle, für unkritische Workloads Spot-Kapazitäten.

Tagging und Kostenstellen

Ohne Tagging-Struktur lässt sich keine Ressource einer Kostenstelle, einem Team oder einem Kunden zuordnen. Erst die Zuordnung macht Kosten steuerbar.

Governance statt Einmalaktion

Besser als das Reagieren bei Kostendruck ist es, Cloud-Kosten wie Einkaufskosten zu behandeln: regelmäßig prüfen, benchmarken, verhandeln und steuern.

Was Sie prüfen sollten

  • Right-Sizing von Maschinen und Datenbanken
  • Reserved- und Spot-Potenziale
  • Storage-Klassen
  • Auto-Scaling-Konfiguration
  • Monitoring-Kosten
  • nicht zugeordnete Ressourcen
  • Kostenstellen- und Tagging-Logik

Häufige Fragen

Unterscheiden sich Azure und Google Cloud beim Sparen von AWS? Die Hebel sind im Kern gleich: Right-Sizing, Reserved/Spot, Storage-Klassen und Governance. Die Begriffe und Rabattmodelle heißen nur anders.

Was ist Cloud-Governance? Die Summe aus Verantwortlichkeiten, Budgets, Tagging und Prozessen, die Cloud-Kosten steuerbar machen – statt sie unkontrolliert wachsen zu lassen.

Warum reicht eine einmalige Aufräumaktion nicht? Weil Cloud-Kosten kontinuierlich neu entstehen. Ohne laufende Governance ist die Rechnung nach wenigen Monaten wieder gewachsen.

Fazit

Das ist kein Sparprogramm, sondern operative Exzellenz. Wer Cloud-Kosten dauerhaft steuert statt punktuell aufräumt, hält die Rechnung schlank.

Bei Von Falkenrath & Company etablieren wir Cloud-Governance mit messbarem Effekt – zu 100 % erfolgsabhängig. Mehr auf Von Falkenrath & Company.

Weiterlesen: Cloud-Kosten senken: 7 Hebel · Storage- und Backup-Kosten reduzieren

Über den Autor Tom Illauer ist Gründer von Von Falkenrath & Company sowie Diplom-Betriebswirt und Diplom-Investmentbanker. Cloud-Kosten versteht er als Steuerungs-, nicht als Technikthema.

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