Wer seinen DHL Vertrag nachverhandeln möchte, spricht fast immer zuerst über den Paketpreis.
5,20 Euro. 5,05 Euro. 4,89 Euro.
Einkaufsabteilungen vergleichen Gewichtsstaffeln, holen Angebote von DPD, GLS, Hermes oder UPS ein und versuchen anschließend, DHL noch einmal um zehn oder zwanzig Cent pro Sendung herunterzuverhandeln.
Das ist sinnvoll.
Es ist aber häufig nicht der größte Hebel.
Denn während Unternehmen monatelang um 10 Cent beim Basispreis kämpfen, bezahlen sie gleichzeitig 0,49 Euro für Leitcodierungen, 0,99 Euro für Gewichtskorrekturen, mehrere Euro für unnötige Zusatzservices, saisonale Zuschläge, Rücksendeentgelte, Energiezuschläge oder im Extremfall mehr als 20 Euro für Sendungen, die als Sperrgut beziehungsweise nicht maschinenfähig behandelt werden.
Auf der anderen Seite werden Rabatte – etwa für direkt adressierte Packstationssendungen – teilweise überhaupt nicht genutzt.
Das Ergebnis:
Der DHL Paketpreis wurde hervorragend verhandelt.
Die DHL Gesamtkosten trotzdem nicht.
Genau deshalb sollte ein professioneller DHL Kostencheck nicht beim Preis je Paket beginnen und dort enden.
Er sollte den gesamten Prozess betrachten:
Vertrag. Preisblatt. Rechnungen. EDI-Daten. Gewichtsdaten. Labels. Zusatzservices. Retouren. Zuschläge. Empfängerstruktur. Versandsoftware. ERP. Stammdaten. Peak-Zeiten. Packstationen. Abrechnungslogik.
Erst daraus ergibt sich der tatsächliche Preis einer Sendung.
„Der Paketpreis ist nur die sichtbarste Zahl. Entscheidend ist, was eine Sendung nach sämtlichen Zuschlägen, Fehlern, Rabatten und Zusatzleistungen tatsächlich kostet.”
Und genau dort liegt in vielen Unternehmen ein überraschend großes Einsparpotenzial.
Warum DHL-Kosten für deutsche Unternehmen so relevant sind
Deutschland ist einer der größten Paketmärkte Europas.
Nach Angaben des Bundesverbands Paket- und Expresslogistik wurden 2025 in Deutschland rund 4,37 Milliarden Kurier-, Express- und Paketsendungen transportiert. Der Branchenumsatz erreichte 28,4 Milliarden Euro. Rund 60 Prozent der Sendungen entfielen auf das B2C-Geschäft. Bis 2030 hält der Verband ein Wachstum auf rund 5,08 Milliarden Sendungen für realistisch.
DHL spielt dabei eine herausragende Rolle.
Die Bundesnetzagentur weist für DP DHL weiterhin einen Mengenanteil von mehr als 40 Prozent im deutschen Paketmarkt aus. Dahinter folgt Amazon mit einem Mengenanteil zwischen 15 und 25 Prozent. DPD, GLS, Hermes und UPS liegen nach Angaben der Behörde jeweils im Korridor zwischen vier und 15 Prozent.
DHL selbst meldete für das Geschäftsjahr 2025 im Bereich „Paket Deutschland” rund 2,024 Milliarden Sendungen – gegenüber 1,812 Milliarden im Vorjahr. Das entspricht einem Wachstum von 11,7 Prozent. Gleichzeitig stieg der Umsatz dieses Bereichs von rund 7,34 Milliarden Euro auf 8,16 Milliarden Euro.
Damit ist klar:
Paketversand ist für den deutschen Handel kein logistisches Nebenthema.
Für viele Unternehmen ist er einer der größten indirekten oder direkten Kostenblöcke überhaupt.
Der deutsche E-Commerce wächst wieder – und damit die Bedeutung der Versandkosten
Auch der deutsche Onlinehandel wächst wieder.
Nach Angaben des Bundesverbands E-Commerce und Versandhandel erreichte der Brutto-Warenumsatz im deutschen E-Commerce 2025 rund 83,1 Milliarden Euro. Das waren 3,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Für 2026 erwarten bevh und EHI ein weiteres nominales Wachstum von 3,8 Prozent.
Mit jedem zusätzlichen Onlineauftrag entsteht jedoch eine physische Leistungskette:
Bestellung.
Kommissionierung.
Verpackung.
Label.
Sortierung.
Carrier-Übergabe.
Transport.
Zustellung.
Eventuell Retoure.
Eventuell zweite Zustellung.
Eventuell Rücksendung an den Absender.
Damit wird die Versandkostenquote unmittelbar zu einer Ergebnisgröße.
Ein Unternehmen mit einer Million Paketen im Jahr muss nicht zwingend einen schlechten DHL Tarif haben, um viel Geld zu verlieren.
Schon 10 Cent unnötige Mehrkosten pro Paket entsprechen 100.000 Euro jährlich.
Was wenige Cent bei großen Sendungsmengen bedeuten
| Veränderung je Paket | 50.000 Pakete | 100.000 Pakete | 250.000 Pakete | 500.000 Pakete | 1 Mio. Pakete |
|---|---|---|---|---|---|
| 0,05 € | 2.500 € | 5.000 € | 12.500 € | 25.000 € | 50.000 € |
| 0,10 € | 5.000 € | 10.000 € | 25.000 € | 50.000 € | 100.000 € |
| 0,20 € | 10.000 € | 20.000 € | 50.000 € | 100.000 € | 200.000 € |
| 0,50 € | 25.000 € | 50.000 € | 125.000 € | 250.000 € | 500.000 € |
| 1,00 € | 50.000 € | 100.000 € | 250.000 € | 500.000 € | 1.000.000 € |
Das ist der Grund, warum bei einem DHL Vertrag selbst scheinbar kleine Positionen relevant werden.
Warum 50.000 Euro weniger DHL-Kosten mehr wert sein können als 1 Million Euro zusätzlicher Umsatz
Versandkostenoptimierung wird häufig als reines Einkaufsthema betrachtet.
Das ist aus unserer Sicht zu kurz gedacht.
Sie ist ein EBIT-Thema.
Denn jeder eingesparte Euro wirkt – vereinfacht betrachtet – unmittelbar auf das operative Ergebnis.
Um denselben Effekt über zusätzlichen Umsatz zu erzielen, muss ein Unternehmen abhängig von seiner Marge ein Vielfaches erwirtschaften.
Einsparung versus erforderlicher zusätzlicher Umsatz
| Jährliche Kosteneinsparung | zusätzlicher Umsatz bei 2 % EBIT | bei 5 % EBIT | bei 10 % EBIT |
|---|---|---|---|
| 10.000 € | 500.000 € | 200.000 € | 100.000 € |
| 25.000 € | 1.250.000 € | 500.000 € | 250.000 € |
| 50.000 € | 2.500.000 € | 1.000.000 € | 500.000 € |
| 100.000 € | 5.000.000 € | 2.000.000 € | 1.000.000 € |
| 250.000 € | 12.500.000 € | 5.000.000 € | 2.500.000 € |
Ein Händler mit fünf Prozent EBIT-Marge, der seine DHL Kosten um 50.000 Euro reduziert, erzielt damit rechnerisch denselben Ergebnisbeitrag wie durch eine Million Euro zusätzlichen Umsatz.
Das verändert die Perspektive.
Plötzlich sind 0,49 Euro Leitcodierung oder 0,99 Euro Gewichtskorrektur keine Buchhaltungsdetails mehr.
Sie sind Ergebnishebel.
Was kostet ein DHL Paket eigentlich durchschnittlich?
Diese Frage wird uns häufig gestellt.
Die sachlich richtige Antwort lautet:
Es gibt nicht den einen durchschnittlichen DHL Geschäftskundenpreis.
DHL weist selbst darauf hin:
„Ihre Preise orientieren sich dabei an Ihrer Sendungsmenge.”
Ab größeren Volumina werden Preise individuell kalkuliert.
Zusätzlich beeinflussen unter anderem folgende Faktoren den Preis:
Sendungsvolumen, Gewicht, Abholstruktur, Produktmix, saisonale Verteilung, Paketgröße, Retourenquote, internationale Destinationen, Sperrgutanteil, Zusatzleistungen und Verhandlungsposition.
Trotzdem helfen öffentliche Preise und Musterangebote bei der Einordnung.
Öffentliche DHL Privatkundenpreise als Referenz
Aktuell kostet der nationale DHL Versand für Privatkunden beispielsweise:
| DHL Produkt | Öffentlicher Preis |
|---|---|
| Paket bis 2 kg | 6,19 € |
| Paket bis 5 kg | 7,69 € |
| Paket bis 10 kg | 10,49 € |
| Paket bis 20 kg | 18,99 € |
| Paket bis 31,5 kg | 23,99 € |
Geschäftskundenpreise können deutlich darunter liegen.
Ein öffentlich verfügbares DHL Musterangebot mit Gültigkeit ab 1. Januar 2026 zeigt beispielsweise folgende Staffelpreise:
| Gewicht | DHL Musterpreis Geschäftskunde |
|---|---|
| bis 5 kg | 5,63 € |
| bis 20 kg | 9,41 € |
| bis 31,5 kg | 11,02 € |
Wichtig: Bei diesem Dokument handelt es sich ausdrücklich um ein Musterangebot für eine Musterfirma mit angenommenen Strukturdaten. Die Werte sind kein allgemeiner DHL Marktpreis und kein Benchmark für jeden Versender.
Genau darin liegt ein zentrales Problem vieler Benchmark-Vergleiche.
Ein Preis von 4,90 Euro kann hervorragend sein.
Oder schlecht.
Ohne zu wissen, was das Unternehmen versendet, wie viel es versendet, welche Gewichtsklassen vorliegen und welche Zuschläge zusätzlich entstehen, ist diese Zahl nahezu wertlos.
Der mathematische Durchschnittspreis im Paketmarkt ist ebenfalls kein DHL-Benchmark
Auch Marktstatistiken sollten vorsichtig interpretiert werden.
Die Bundesnetzagentur bezifferte den deutschen Paketmarkt für 2024 auf rund 4,52 Milliarden Sendungen und einen Umsatz von etwa 20,56 Milliarden Euro. Rein mathematisch entspricht das etwa 4,55 Euro Umsatz je Sendung.
Das bedeutet aber nicht, dass ein gutes DHL Paket 4,55 Euro kosten sollte.
Die Zahl enthält unterschiedliche Anbieter, B2B- und B2C-Strukturen, nationale und internationale Sendungen sowie sehr unterschiedliche Produkte.
Auch DHLs eigene Zahlen lassen interessante Berechnungen zu:
8,157 Milliarden Euro Umsatz im Bereich Paket Deutschland bei 2,024 Milliarden Sendungen im Jahr 2025 entsprechen rechnerisch rund 4,03 Euro Umsatz pro Sendung.
Auch dieser Wert ist ausdrücklich kein Tarifbenchmark.
Er zeigt aber etwas anderes:
Bei Milliarden Paketen sind Centbeträge wirtschaftlich enorm relevant.
Die größte Fehleinschätzung bei DHL-Verhandlungen
Viele Unternehmen verfolgen diese Strategie:
aktuellen Paketpreis ermitteln,
Wettbewerbsangebot einholen,
20 Cent Preisreduzierung fordern,
neuen DHL Vertrag unterschreiben,
Thema für zwei Jahre abhaken.
Aus unserer Sicht fehlt dabei die Hälfte der Analyse.
Denn der tatsächliche Paketpreis lautet nicht:
Basispreis.
Sondern:
Basispreis
Energiezuschlag
Maut- und CO₂-Zuschlag
Peak
Peak-in-Peak
Leitcodierung
Gewichtsabweichungen
Zusatzservices
Sperrgut
Rücksendeentgelte
Versicherungen
– Rabatteoperative Fehler.
Erst das ergibt den sogenannten „Landed Parcel Cost”, also die tatsächlichen Kosten einer Sendung.
Und genau diese Kennzahl sollte der Einkauf optimieren.
1. Leitcodierung: 0,49 Euro, die sich fast niemand genauer ansieht
DHL Pakete werden hochautomatisiert verarbeitet.
Damit ein Paket automatisch dem richtigen Ziel zugeordnet werden kann, enthält das Label unter anderem einen Leitcode.
Ist dieser falsch, unvollständig oder nicht lesbar, muss DHL die Sendung gegebenenfalls manuell nachbearbeiten.
DHL nennt selbst verschiedene Ursachen:
Fehlender Leitcode.
Fehlerhafte Zieladresse.
Schlechte Druckqualität.
Falsche Barcodegrößen.
Nicht eingehaltene Ruhezonen.
Überklebte oder beschädigte Labels.
Der aktuelle veröffentlichte DHL Servicepreis beträgt in entsprechenden Geschäftskundenunterlagen 0,49 Euro je betroffener Sendung.
0,49 Euro wirken harmlos.
Sind aber beispielsweise fünf Prozent von 250.000 Paketen betroffen:
12.500 Sendungen × 0,49 Euro = 6.125 Euro pro Jahr.
Die entscheidende Frage ist deshalb nicht:
„Können wir die 49 Cent auf 39 Cent herunterhandeln?”
Sondern:
„Warum zahlen wir diese Position überhaupt?”
Häufig lässt sich die Ursache technisch beseitigen.
2. Adressqualität ist ein Einkaufsthema
Leitcodierungsprobleme beginnen häufig nicht bei DHL.
Sie beginnen im Checkout.
Ein Kunde schreibt:
Hauptstr.5
statt:
Hauptstraße 5.
Oder Hausnummer und Straße landen in falschen Datenfeldern.
Postleitzahl und Ort passen nicht zusammen.
Sonderzeichen werden falsch verarbeitet.
Adresszusätze landen im Straßenfeld.
Das Shopsystem erlaubt freie Eingaben, ohne die Adresse zu validieren.
Diese Fehler wandern anschließend durch:
Shop → ERP → WMS → Versandsoftware → EDI → DHL.
Das Paket verlässt das Lager.
Auf der Rechnung erscheint irgendwann eine Position „Leitcodierung”.
Und niemand bringt den Betrag mit dem ursprünglichen Fehler im Shop in Verbindung.
Deshalb sollten Unternehmen nicht nur die DHL Rechnung prüfen.
Sie sollten die Fehlerquelle bis zum Ursprung zurückverfolgen.
3. Packstation: Bis zu 20 Cent Rabatt statt Zusatzkosten
Besonders interessant sind Positionen, bei denen nicht Kosten reduziert, sondern bestehende Rabatte überhaupt erst genutzt werden.
Ein DHL Musterangebot ab Januar 2026 weist beispielsweise für direkt adressierte Packstationssendungen einen Rabatt von 0,20 Euro pro Paket aus.
Das klingt ebenfalls klein.
Bei 100.000 Packstationssendungen:
20.000 Euro.
Bei 500.000:
100.000 Euro.
Gleichzeitig besitzt DHL nach eigenen Angaben mehr als 18.500 Pack- und Poststationen; insgesamt umfasst das Netz mehr als 41.000 Annahme- und Abgabestellen.
Damit entsteht eine interessante Verbindung zwischen Customer Experience und Versandkosten.
Man sollte deshalb prüfen:
Wird Packstation im Checkout angeboten?
Wie prominent?
Erkennt der Shop Packstationsadressen?
Wie hoch ist der Anteil?
Ist der Rabatt Bestandteil unseres Vertrages?
Wird er tatsächlich abgerechnet?
Packstationen können gleichzeitig die Conversion verbessern
Der wirtschaftliche Vorteil endet nicht beim Paketpreis.
Out-of-Home-Zustellung wird für Verbraucher zunehmend wichtiger.
Im DHL E-Commerce Trends Report 2025 gaben 85 Prozent der deutschen Befragten an, einen Kauf abzubrechen, wenn ihre bevorzugte Lieferoption nicht angeboten wird. 79 Prozent nannten fehlende bevorzugte Retourenoptionen als potenziellen Abbruchgrund.
DHLs internationale Studie zeigte zudem einen steigenden Anteil von Lieferungen an Out-of-Home-Standorte.
Damit kann eine Packstation drei Effekte gleichzeitig erzeugen:
mehr Komfort für den Kunden,
potenziell höhere Conversion,
und niedrigere Versandkosten.
Das ist wesentlich strategischer als eine reine Paketpreisverhandlung.
4. Retouren brauchen ihren eigenen Tarif
Retouren sollten nicht einfach als umgekehrte Hinsendung behandelt werden.
Das Sendungsprofil ist ein anderes.
Ein Modehändler mit 30 Prozent Retourenquote hat eine völlig andere Kostenstruktur als ein Ersatzteilhändler mit zwei Prozent.
Daher sollte ein DHL Vertrag mindestens separat analysieren:
Hinsendepreis,
Retourenpreis,
Retouren mit Label,
Retouren mit Abholung,
internationale Retouren,
nicht eingelieferte Retourenlabels,
Rücksendeentgelte bei Unzustellbarkeit.
Das öffentlich verfügbare DHL Musterangebot zeigt beispielsweise für die „Retoure mit Abholung und Label” einen separaten Pauschalpreis von 5,09 Euro bis 31,5 kg.
Auch dieser Wert ist lediglich ein Musterpreis.
Er zeigt aber, dass Hin- und Rückversand wirtschaftlich getrennt betrachtet werden müssen.
5. Rücksendeentgelt ist nicht dasselbe wie Retourenpreis
Dieser Unterschied wird häufig übersehen.
Eine Kundenretoure ist etwas anderes als ein Paket, das DHL nicht zustellen kann und an den Absender zurückführt.
Für entsprechende unzustellbare Sendungen weist die veröffentlichte DHL Preisliste aktuell ein Rücksendeentgelt von 4,50 Euro aus, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
Deshalb gehört in jede Analyse auch die Frage:
Wie viele Pakete kommen ungeplant zurück?
Warum?
Empfänger unbekannt?
Adresse falsch?
Annahme verweigert?
Paket nicht abgeholt?
Paketstopp?
Filial-Routing?
Denn manchmal ist die beste Versandkostenverhandlung gar keine Verhandlung.
Sondern eine Reduzierung der Rückläufer.
6. Peak-Zuschlag: 19 Cent im November und Dezember
Der November beginnt.
Black Friday kommt.
Weihnachten folgt.
Und das Paket wird teurer.
DHL erhebt laut aktueller Leistungsbeschreibung für nationale Geschäftskundensendungen in den Monaten November und Dezember einen Peakzuschlag.
Im veröffentlichten Musterangebot beträgt dieser 0,19 Euro je Sendung.
Bei 200.000 Sendungen in November und Dezember:
38.000 Euro.
Allein für Peak.
7. Peak-in-Peak: weitere 50 Cent
Zusätzlich zum normalen Peakzuschlag existiert ein Peak-in-Peak-Zuschlag.
DHL beschreibt ihn als Zuschlag für die besonderen Spitzenzeiten innerhalb der Monate November und Dezember.
Besonders relevant:
Er wird unabhängig vom normalen Peakzuschlag erhoben.
Im veröffentlichten Musterangebot beträgt er 0,50 Euro je Sendung.
Während des Peak-in-Peak-Zeitraums können damit aus:
0,19 Euro Peak
plus
0,50 Euro Peak-in-Peak
insgesamt
0,69 Euro pro Paket
werden.
Nicht für jeden Tag im November und Dezember, sondern während der jeweils definierten Spitzenperiode.
69 Cent sind bei 100.000 Paketen 69.000 Euro
Nehmen wir einen stark saisonalen Onlinehändler.
100.000 seiner Pakete fallen in einen Zeitraum, in dem beide Zuschläge greifen.
100.000 × 0,69 Euro = 69.000 Euro.
Dann macht es wirtschaftlich kaum Sinn, ein halbes Jahr lang um fünf Cent beim Basistarif zu kämpfen und die Peak-Struktur einfach hinzunehmen.
Der Peak-Mechanismus gehört ausdrücklich in die Vertragsverhandlung.
Mögliche Verhandlungsfelder können je nach Volumen und Verhandlungsmacht sein:
Reduzierung,
Deckelung,
abweichende Preisstruktur,
Kompensation an anderer Stelle,
Volumencommitments,
Carrier-Split während Peak-Perioden.
Nicht jede Position wird DHL vollständig streichen.
Aber jede Position sollte bewusst verhandelt werden.
8. Peak ist nicht nur Theorie – DHL weist selbst auf den Ergebniseffekt hin
Im Geschäftsbericht 2025 nennt DHL den Peak-in-Peak-Zuschlag ausdrücklich als einen Faktor für das Ergebniswachstum im vierten Quartal des Bereichs Post & Paket Deutschland.
Was für den Dienstleister Umsatz beziehungsweise Ergebnis ist, ist auf Kundenseite Kostenaufwand.
Das klingt banal.
Wird im Einkauf aber erstaunlich häufig nicht konsequent betrachtet.
9. Energiezuschlag: Prozentuale Zuschläge verändern die Rechnung Monat für Monat
Noch weniger transparent werden Kosten, wenn sie nicht in Cent, sondern als Prozentwert erhoben werden.
DHL berechnet nationalen Geschäftskunden einen Energiezuschlag auf den Basispreis.
Im September 2026 beträgt der veröffentlichte Zuschlag beispielsweise 3,25 Prozent. DHL beschreibt eine Kombination aus langfristiger und kurzfristiger Komponente, wobei die kurzfristige Komponente auf Energiepreisentwicklungen reagiert.
Bei einem Basispreis von 5 Euro entsprechen 3,25 Prozent:
16,25 Cent.
Bei 500.000 Paketen:
81.250 Euro.
Damit wird deutlich, warum ein Unternehmen nicht nur fragen sollte:
„Was ist unser Paketpreis?”
Sondern:
„Welche prozentualen Zuschläge laufen anschließend auf diesen Paketpreis?”
10. Maut- und CO₂-Zuschlag: weitere 19 Cent
Das aktuelle DHL Musterangebot weist zusätzlich einen Maut- und CO₂-Zuschlag von 0,19 Euro aus.
Bei einer Million Paketen:
190.000 Euro.
Auch hier gilt:
Nicht jeder Zuschlag lässt sich einfach vollständig entfernen.
Aber ein Unternehmen muss ihn kennen, budgetieren, benchmarken und in den tatsächlichen Paketpreis einrechnen.
11. GoGreen und GoGreen Plus: Nachhaltigkeit bewusst einkaufen
Auch Nachhaltigkeitsservices gehören in die Analyse.
Dabei wäre es zu einfach zu sagen:
„GoGreen immer abbestellen.”
Viele Unternehmen haben Nachhaltigkeitsziele, Scope-3-Anforderungen oder Kunden, für die klimabezogene Leistungen relevant sind.
Dann kann der Service strategisch sinnvoll sein.
Entscheidend ist jedoch, dass das Unternehmen weiß:
Welchen Service nutzen wir?
Warum nutzen wir ihn?
Was kostet er?
Ist er vertraglich erforderlich?
Wird er für jede Sendung benötigt?
Welche Alternative gibt es?
Ein öffentliches DHL Musterangebot weist beispielsweise für GoGreen 0,02 Euro pro Paket aus. Beim DHL Kleinpaket wurden beziehungsweise werden abhängig von Vertragsgeneration andere Werte genannt; für neue Geschäftskunden steht der klassische GoGreen-Service beim Kleinpaket seit 2026 nicht mehr in gleicher Form zur Verfügung.
Deshalb sollte man nicht pauschal von „5 Cent GoGreen” sprechen.
Wenn Ihr individueller Vertrag allerdings 0,05 Euro enthält, entspricht das bei 500.000 Sendungen:
25.000 Euro im Jahr.
Dann sollte diese Position bewusst entschieden werden.
12. Fehlende EDI-Daten können ein Zwei-Kilo-Paket rechnerisch sehr schwer machen
Jetzt wird es technisch.
Und interessant.
DHL Paket setzt im Geschäftskundenbereich auf elektronische Sendungsdaten.
In der Leistungsbeschreibung wird die EDI-Datenübertragung für DHL Paket ausdrücklich als Voraussetzung genannt.
Was passiert aber, wenn ein Paket physisch bei DHL ankommt, die dazugehörigen elektronischen Daten jedoch fehlen?
DHL erklärt in seinen eigenen Musterabrechnungen:
Liegt für eine übergebene Sendung keine EDI-Nachricht vor und besteht ein gewichtsabhängiger Staffelpreis, kann der Preis der höchsten Gewichtsstufe angesetzt werden – beispielsweise 31,5 kg.
Das bedeutet:
Ein reales Zwei-Kilo-Paket kann abrechnungstechnisch in der höchsten Gewichtsstufe landen.
Nicht, weil es tatsächlich 31,5 Kilogramm wiegt.
Sondern weil die erforderlichen Daten fehlen.
13. Fehlende EDI-Daten bedeuten nicht automatisch Sperrgut
An dieser Stelle ist Präzision wichtig.
Eine fehlende EDI-Übertragung führt nicht automatisch dazu, dass ein Paket als Sperrgut abgerechnet wird.
DHL unterscheidet diese Themen.
Fehlende EDI-Daten können unter anderem zu einer Einstufung in die höchste Gewichtsstufe führen.
Sperrgut beziehungsweise nicht maschinenfähige Sendungen sind dagegen eigene Tatbestände.
Warum ist diese Differenzierung wichtig?
Weil man sonst die falsche Ursache behebt.
Findet ein Unternehmen hohe Sperrgutzuschläge auf der Rechnung, sollte es nicht pauschal davon ausgehen, dass lediglich EDI-Daten fehlen.
Es muss die einzelnen Sendungen untersuchen.
14. Sperrgut: Hier werden aus Centbeträgen plötzlich mehr als 20 Euro
Sperrgut gehört zu den Positionen mit besonders hoher wirtschaftlicher Wirkung.
Im öffentlichen DHL Musterangebot für nationale Geschäftskunden wird der konkrete Sperrgutpreis kundenindividuell ausgewiesen.
Für internationale Geschäftskundensendungen zeigt das Musterangebot dagegen beispielsweise einen Zuschlag von 21 Euro.
Damit wird die Größenordnung deutlich.
Wenn 100 Sendungen unnötig mit rund 20 Euro belastet werden:
2.000 Euro.
Bei 1.000:
20.000 Euro.
Bei 5.000:
100.000 Euro.
Warum wird ein Paket überhaupt zu Sperrgut?
Typische Ursachen können Abmessungen, Rollenform, Verpackung oder mangelnde Maschinenfähigkeit sein.
DHL weist für das normale Geschäftskundenpaket Standardmaße und spezielle Regelungen für Sendungen aus, die nicht automatisiert verarbeitet werden können.
Für Unternehmen bedeutet das:
Sperrgut sollte nicht nur abrechnungstechnisch betrachtet werden.
Auch Verpackungsentwicklung, Kartonagengrößen und Produktkonfiguration können Kostenhebel sein.
Vielleicht kostet ein neuer Karton 15 Cent mehr.
Verhindert aber einen 20-Euro-Zuschlag.
Dann ist die Entscheidung schnell getroffen.
15. Der größte Fehler: Sperrgutpositionen nur aufsummieren
Viele Buchhaltungen prüfen:
42 × Sperrgut = 840 Euro.
Rechnerisch korrekt.
Aber damit endet die Kontrolle.
Die bessere Prüfung lautet:
Welche 42 Sendungsnummern?
Welche Maße hatten sie?
Welche Artikel waren enthalten?
Welcher Karton wurde verwendet?
Welche EDI-Daten wurden übertragen?
Wurde Sperrgut bereits beim Versand beauftragt?
Oder hat DHL die Eigenschaft festgestellt?
Tauchen immer dieselben SKU auf?
Passiert es nur an bestimmten Packplätzen?
Nur bei einem bestimmten WMS-Prozess?
Hier entsteht aus Rechnungsprüfung echte Kostenoptimierung.
16. Paketgewichte: 0,99 Euro können nur die Spitze des Eisbergs sein
Auch Gewichtsdaten sind ein klassischer Fehlerbereich.
Die aktuelle veröffentlichte DHL Servicepreisliste nennt für bestimmte Gewichtskorrekturen 0,99 Euro pro Sendung.
Daneben werden für unterlassene oder fehlerhafte Gewichtsangaben weitere Entgelte beschrieben.
Der wirtschaftliche Schaden muss jedoch nicht bei 0,99 Euro enden.
Wenn ein Paket aufgrund eines falschen Gewichts zusätzlich in eine höhere Preisstufe fällt, entsteht außerdem die Tarifdifferenz.
So können aus einem Stammdatenfehler schnell mehrere Euro werden.
Wo entstehen falsche Gewichte?
Zum Beispiel:
falsches Artikelgewicht im ERP,
fehlendes Verpackungsgewicht,
Kilogramm statt Gramm,
Standardgewicht statt tatsächlichem Gewicht,
falsche Waagen-Schnittstelle,
manuelle Eingabe,
falsche Multiplikation bei Sets,
Mehrfachverpackung,
abweichende Versandstücke,
fehlende Kennzeichnung schwerer Pakete.
Deshalb sollte ein Datencheck mindestens drei Werte vergleichen:
ERP-Gewicht,
an DHL übermitteltes Gewicht,
von DHL festgestelltes Gewicht.
Die Differenz ist häufig aufschlussreicher als der Vertrag.
17. Gedruckte DHL Labels, die nie verschickt werden
In großen Versandlagern werden täglich Labels erzeugt, die später nie physisch das Gebäude verlassen.
Warum?
Bestellung storniert.
Label doppelt erzeugt.
Paket neu verpackt.
Carrier gewechselt.
Auftrag zusammengeführt.
Fehler im Pick-and-Pack-Prozess.
Testlabel erzeugt.
Retourenlabel nie verwendet.
In manchen Unternehmen können solche Fälle durchaus einen messbaren Anteil der erzeugten Labels ausmachen.
Aber:
Ein erzeugtes DHL Label ist nicht automatisch eine abrechenbare Sendung.
DHL sagt selbst: Nicht eingelieferte EDI-Sendungen werden grundsätzlich storniert
DHL beschreibt in seiner Musterrechnung ausdrücklich einen Bereich „Nicht eingelieferte Sendungen”.
Elektronisch angekündigte Pakete, die innerhalb der vorgesehenen Prozesse nicht im Paketzentrum vorliegen, werden laut dieser Dokumentation aus dem Auftragsbestand storniert und nicht berechnet.
Das bedeutet:
Die These „jedes gedruckte Label wird berechnet” wäre falsch.
Gerade deshalb ist der Datenabgleich wichtig.
Findet ein Unternehmen beispielsweise 1 oder 2 Prozent Labels ohne physischen Eingangsscan, sollte geprüft werden:
Wurden sie sauber storniert?
Tauchen sie trotzdem irgendwo in der Abrechnung auf?
Existiert eine andere Sendungsnummer?
Wurde das Paket später mit einem zweiten Label versendet?
Liegt ein Systemproblem vor?
Nicht die Anzahl gedruckter Labels ist entscheidend.
Sondern die Abstimmung zwischen:
Labelerstellung,
EDI-Ankündigung,
erstem DHL Scan,
Zustellung,
Storno,
Rechnung.
18. Transportversicherung: Ein falsches Häkchen kostet 6,99 Euro
Ein perfektes Beispiel für einen kleinen technischen Fehler mit großem finanziellen Effekt ist die Transportversicherung.
DHL bietet für höherwertige Sendungen eine zusätzliche Versicherung an.
Aktuell kostet die Transportversicherung bis 2.500 Euro Versicherungssumme 6,99 Euro zusätzlich zum Paketpreis.
Bis 25.000 Euro sind es 19,99 Euro.
Das ist sinnvoll, wenn ein entsprechender Warenwert abgesichert werden soll.
Problematisch wird es, wenn der Service automatisch ausgewählt wird.
1.000 falsch versicherte Pakete kosten 6.990 Euro
Das Problem kann beispielsweise durch eine falsche Regel entstehen:
„Wenn Produktgruppe X → Versicherung aktivieren.”
Später werden neue Artikel in Produktgruppe X einsortiert.
Warenwert: 80 Euro.
Transportversicherung: trotzdem 6,99 Euro.
Niemand bemerkt es.
Bei 1.000 Sendungen:
6.990 Euro.
Bei 5.000:
34.950 Euro.
Und das ohne irgendeinen Fehler von DHL.
Es ist schlicht ein eigener Prozessfehler.
Genau deshalb muss eine gute Kostenberatung tiefer gehen als Vertragsverhandlung.
19. Zusatzservices sind oft interessanter als der Paketpreis
Ein DHL Musterangebot zeigt, wie viele zusätzliche Servicepositionen existieren können. Unter anderem:
| Beispielservice | Musterpreis |
|---|---|
| Transportversicherung bis 2.500 € | 6,99 € |
| Transportversicherung bis 25.000 € | 19,99 € |
| Ident-Check | 2,99 € |
| Persönliche Übergabe | 1,69 € |
| Alterssichtprüfung | 1,19 € |
| Wunschtag | 0,99 € |
| Keine Nachbarschaftszustellung | 0,99 € |
| Empfängerunterschrift | 0,19 € |
| Filial-Routing | 1,99 € |
Auch hier gilt:
Musterpreise sind keine individuelle Vertragszusage.
Aber die Tabelle zeigt das Prinzip.
Ein einziger versehentlich aktivierter Service kann zehnmal mehr kosten als die 10 oder 20 Cent, um die im Einkauf monatelang verhandelt wird.
20. „Kostenloser” Versand ist für Kunden nicht kostenlos – aber für Händler ein Conversion-Thema
Versandkosten haben noch eine zweite Dimension.
Sie sind nicht nur Kosten.
Sie beeinflussen den Umsatz.
DHL hat 2025 weltweit 4.050 E-Commerce-Unternehmen untersucht. 96 Prozent der befragten Händler erklärten, dass ihr Logistikangebot entscheidend für den Verkauf sei. 86 Prozent gaben an, dass kostenlose Lieferung und Retouren ihren Umsatz steigern.
Damit entsteht für Onlinehändler ein Dilemma:
Kunden wünschen günstige oder kostenlose Lieferung.
Der Carrier erhöht gleichzeitig seine Kosten.
Der Händler muss die Differenz auffangen.
Je besser der Carriervertrag optimiert ist, desto mehr Spielraum entsteht deshalb für:
Free Shipping,
Versandkostenschwellen,
Marketingaktionen,
Loyalty-Programme,
kostenlose Retouren,
wettbewerbsfähige Produktpreise.
Versandkostenoptimierung ist damit auch Pricing-Strategie.
21. Warum der billigste Paketdienst nicht automatisch die beste Lösung ist
Trotz aller Kostenorientierung wäre es falsch, ausschließlich den niedrigsten Paketpreis zu wählen.
Die Zustellqualität ist für Onlinehändler elementar.
Im DHL E-Commerce Trends Report 2025 erklärten drei von vier Befragten, dass sie nicht bei einem Händler kaufen würden, wenn sie dem Versanddienstleister nicht vertrauen.
Deshalb muss jede Carrierentscheidung mehrere Dimensionen berücksichtigen:
Preis,
Zustellqualität,
Laufzeit,
Netzabdeckung,
Packstationen und Paketshops,
Tracking,
Retourennetz,
Customer Experience,
Schadenquote,
Support,
Internationalität,
API- und IT-Integration.
Die beste Lösung muss nicht der billigste Carrier sein.
Aber ein leistungsfähiger Carrier darf trotzdem keinen Freibrief für unkontrollierte Kosten erhalten.
22. Der richtige KPI lautet nicht „Paketpreis”, sondern „Cost per successfully delivered parcel”
Wir empfehlen, neben dem vertraglichen Basispreis eine zweite Kennzahl aufzubauen:
Cost per successfully delivered parcel.
Also die tatsächlichen Logistikkosten je erfolgreich zugestellter Sendung.
Darin können beispielsweise enthalten sein:
Basispreis,
Zuschläge,
Zusatzleistungen,
zweite Zustellversuche,
Rücksendeentgelte,
Fehlleitung,
Sperrgut,
Gewichtsabweichungen,
Carrierbedingte Zusatzkosten.
Diese Kennzahl kann deutlich höher liegen als der vermeintlich günstige Vertragspreis.
23. Eine DHL Rechnung sollte nicht nur von der Buchhaltung geprüft werden
Klassischer Ablauf:
Rechnung kommt.
Buchhaltung prüft Gesamtsumme.
Abgleich mit Kostenstelle.
Freigabe.
Zahlung.
Aus Compliance-Sicht möglicherweise ausreichend.
Aus Kostenperspektive nicht.
Eine DHL Rechnung ist im Grunde ein Datensatz mit tausenden einzelnen Geschäftsvorfällen.
Und genau so sollte sie ausgewertet werden.
Welche Felder sollten analysiert werden?
Je nach bereitgestellten Daten unter anderem:
Sendungsnummer,
Einlieferungsdatum,
Produkt,
Gewicht,
Gewichtsstufe,
Basispreis,
Leitcodierung,
Sperrgut,
Transportversicherung,
Peak,
Peak-in-Peak,
Energiezuschlag,
Mautzuschlag,
Retouren,
Rücksendeentgelt,
Empfängerservice,
internationale Zone,
Abrechnungsnummer,
Standort,
Kostenstelle.
Erst wenn diese Daten zusammengeführt werden, erkennt man Muster.
24. Beispiel: Ein Unternehmen zahlt 700.000 Euro DHL pro Jahr
Nehmen wir einen Händler mit:
120.000 Paketen,
durchschnittlichem Basispreis 5,10 Euro,
und zusätzlichen Nebenkosten.
Basisversand:
612.000 Euro.
Dazu beispielsweise:
18.000 Euro Peak,
8.000 Euro Peak-in-Peak,
7.000 Euro Leitcodierung,
6.000 Euro Gewichtskorrekturen,
12.000 Euro unnötige Zusatzservices,
15.000 Euro Sperrgut,
10.000 Euro Retourenabweichungen,
20.000 Euro weitere Zuschläge.
Gesamtkosten:
708.000 Euro.
Der Einkauf sieht einen Paketpreis von 5,10 Euro.
Tatsächliche Kosten je Paket:
5,90 Euro.
Der reale Preis liegt damit rund 15,7 Prozent höher als der nominelle Paketpreis.
Genau hier beginnt unsere Analyse.
25. Paketpreis um 10 Cent reduzieren oder Nebenkosten halbieren?
Im obigen Beispiel würde eine Reduzierung des Paketpreises um 10 Cent bringen:
120.000 × 0,10 Euro = 12.000 Euro.
Wenn gleichzeitig von 96.000 Euro Nebenkosten nur 25 Prozent eliminiert werden können:
24.000 Euro.
Doppelt so viel.
Und im Idealfall gelingt beides.
Paketpreis verhandeln.
Nebenkosten reduzieren.
26. DHL Verträge sind häufig historisch gewachsen
Viele Unternehmen haben keinen schlechten Vertrag.
Sie haben einen alten Vertrag.
Der wurde irgendwann abgeschlossen.
Dann kamen Nachträge.
Neue Preislisten.
Neue Produkte.
Neue Zuschläge.
Neue Standorte.
Neue Retourenlösungen.
Neue Gewichtsklassen.
Neue Versandsoftware.
Neue internationale Länder.
Neue Nachhaltigkeitsservices.
Und irgendwann kennt niemand mehr den gesamten Vertrag.
Das ist normal.
Aber teuer.
27. Ein Vertrag sollte deshalb regelmäßig komplett rekonstruiert werden
Unsere Empfehlung:
Nicht nur die letzte Preiserhöhung betrachten.
Sondern den vollständigen Vertragsstatus herstellen.
Dazu gehören:
Hauptvertrag,
sämtliche Nachträge,
Produktanlagen,
Preisblätter,
Servicevereinbarungen,
Retourenverträge,
internationale Konditionen,
Abholvereinbarungen,
E-Mail-Zusagen,
Sondervereinbarungen,
aktuelle Rechnungen.
Manchmal zeigt sich schon dabei, dass Rechnung und Vertrag nicht mehr sauber zueinander passen.
28. Das Post & DHL Geschäftskundenportal gehört in die Prüfung
Ein weiterer wichtiger Bestandteil ist das Geschäftskundenportal.
Unternehmen sollten klären:
Welche Exporte sind verfügbar?
Welche Rechnungsdaten können heruntergeladen werden?
Welche Sendungsdetails sind sichtbar?
Welche Services können gefiltert werden?
Welche Abrechnungsnummern existieren?
Welche Nutzerrechte bestehen?
Welche historischen Daten stehen zur Verfügung?
Welche Versandsoftware ist angebunden?
Nur mit vollständigen Daten kann die Analyse automatisiert werden.
29. Fünf Dateien, die wir für eine DHL Analyse mindestens sehen möchten
Für eine erste Analyse sind besonders hilfreich:
aktueller DHL Vertrag inklusive sämtlicher Preisblätter,
Rechnungen der letzten zwölf Monate,
detaillierte Sendungs- beziehungsweise Rechnungsdaten,
Versandstatistik nach Gewicht und Produkt,
Retouren- und Sperrgutdaten.
Bei größeren Unternehmen ergänzend:
EDI-Daten,
WMS-Daten,
ERP-Gewichte,
Packstückdaten,
SKU-Daten,
internationale Zielregionen,
Verpackungsmaße.
30. Was wir bei DHL konkret suchen
Eine strukturierte Prüfung lässt sich in mehrere Gruppen unterteilen.
Vertrag
Basispreise.
Gewichtsstaffeln.
Mindestmengen.
Abholung.
Laufzeit.
Preisanpassungen.
Kündigungsfristen.
Zuschläge
Peak.
Peak-in-Peak.
Maut.
CO₂.
Energie.
Leitcodierung.
Gewicht.
Sperrgut.
Services
Versicherung.
Ident-Check.
Unterschrift.
Wunschtag.
Filial-Routing.
Nachnahme.
Retouren
Retourenpreis.
Abholung.
Label.
Nicht eingelieferte Labels.
Unzustellbare Hinsendungen.
Technik
EDI.
API.
Labelgenerierung.
Gewichtsübermittlung.
Adressvalidierung.
Struktur
Packstationsquote.
Gewichtsverteilung.
Standorte.
Carrier-Split.
Saisonalität.
Erst diese Gesamtsicht zeigt das wirkliche Potenzial.
31. Die zehn Positionen, die Unternehmen sofort prüfen sollten
| Prüfpunkt | Warum relevant? |
|---|---|
| Leitcodierung | bis zu 0,49 € je betroffener Sendung in aktuellen DHL Unterlagen |
| Packstation | Musterangebot enthält bis zu 0,20 € Rabatt |
| Peak | aktuell beispielhaft 0,19 € |
| Peak-in-Peak | aktuell beispielhaft zusätzlich 0,50 € |
| Energiezuschlag | prozentual und variabel |
| Maut und CO₂ | Musterangebot 0,19 € |
| Gewichtskorrektur | aktuell u. a. 0,99 € zzgl. möglicher Tarifwirkung |
| Sperrgut | kann mehr als 20 € je Fall ausmachen |
| Transportversicherung | 6,99 € beziehungsweise 19,99 € |
| Rücksendeentgelt | aktuell 4,50 € in veröffentlichten Unterlagen |
Die konkreten Werte hängen vom jeweiligen Vertrag, Produkt und Zeitpunkt ab.
32. Warum ein DHL Benchmark allein nicht reicht
Wir werden regelmäßig gefragt:
„Was zahlen andere Unternehmen pro Paket?”
Die Frage ist berechtigt.
Aber gefährlich.
Angenommen Unternehmen A zahlt 4,70 Euro.
Unternehmen B zahlt 5,10 Euro.
Ist A besser?
Vielleicht.
Vielleicht aber auch nicht.
A verschickt 500.000 Pakete mit durchschnittlich 1,8 kg.
B verschickt 80.000 Pakete mit durchschnittlich 8 kg.
Dann wäre ein direkter Vergleich unsinnig.
Ein brauchbarer DHL Benchmark muss deshalb mindestens normalisieren nach:
Volumen,
Gewicht,
Volumenmaß,
Retourenquote,
Peak-Verteilung,
national/international,
Abholstruktur,
Produktmix,
Sperrgut,
Services.
Erst dann wird Benchmarking wertvoll.
33. Der Vertrag sollte auf die zukünftige Struktur verhandelt werden – nicht auf die Vergangenheit
DHL kalkuliert Preise auf Basis von Struktur- und Mengeninformationen.
Das öffentliche Musterangebot zeigt beispielhaft, dass DHL unter anderem jährliche Stückzahl, monatliche Verteilung, Sperrgutmengen und durchschnittliches Raummaß berücksichtigt.
Deshalb ist die Planung entscheidend.
Wer im nächsten Jahr:
30 Prozent mehr Sendungen erwartet,
mehr Packstation nutzen möchte,
Retouren senkt,
leichtere Waren verkauft,
einen zweiten Standort eröffnet,
oder einen Carrier-Split plant,
sollte genau diese Veränderungen in die Verhandlung einbringen.
34. Warum Unternehmen bei DHL häufig zu spät verhandeln
Viele Vertragsverhandlungen beginnen erst, wenn eine Preiserhöhung angekündigt wurde.
Dann herrscht Zeitdruck.
Das ist strategisch ungünstig.
Besser ist:
Daten früh analysieren.
Alternativangebote früh beschaffen.
Fehler vorher beseitigen.
Volumenforecast erstellen.
Benchmark aufbauen.
Verhandlungsstrategie entwickeln.
Dann erst an den Carrier herantreten.
Je mehr Fakten vorliegen, desto weniger besteht die Verhandlung aus Behauptungen.
35. Eine gute DHL Verhandlung ist datengetrieben
Nicht:
„Wir finden unseren Preis zu hoch.”
Sondern:
„Unsere Sendungsmenge ist um 18 Prozent gestiegen.”
„Unser Durchschnittsgewicht ist gefallen.”
„Der Packstationsanteil steigt.”
„Unsere Retourenquote ist gesunken.”
„Unser Wettbewerbsbenchmark liegt niedriger.”
„Wir sehen in Position X eine Abweichung von Y Euro.”
„Peak kostet uns im Jahr Z Euro.”
„Wir möchten dafür folgende Gegenleistung.”
Das ist eine völlig andere Gesprächsgrundlage.
36. Beispiel einer ganzheitlichen Einsparrechnung
Nehmen wir ein Unternehmen mit 250.000 Sendungen.
Folgende Verbesserungen werden erreicht:
Basispreis: -0,12 Euro
= 30.000 Euro.
Packstationsoptimierung: 30.000 Sendungen × 0,20 Euro
= 6.000 Euro.
Leitcodierung um 8.000 Fälle reduziert × 0,49 Euro
= 3.920 Euro.
Peak-Verhandlung
= 15.000 Euro.
Gewichtsfehler
= 7.500 Euro.
unnötige Versicherungen
= 9.000 Euro.
Sperrgutoptimierung
= 12.000 Euro.
Retourenoptimierung
= 10.000 Euro.
Gesamt:
93.420 Euro.
Davon stammen lediglich 30.000 Euro aus dem eigentlichen Paketpreis.
Rund zwei Drittel kommen aus anderen Bereichen.
Genau das ist die Kernaussage dieses Artikels.
37. Warum sich Kostenoptimierung gerade bei niedrigen Margen lohnt
Handel und E-Commerce arbeiten häufig mit vergleichsweise niedrigen operativen Margen.
In solchen Geschäftsmodellen ist Kostenoptimierung besonders wertvoll.
Ein Unternehmen mit zwei Prozent EBIT-Marge benötigt 4,67 Millionen Euro zusätzlichen Umsatz, um denselben Ergebnisbeitrag wie eine Einsparung von 93.420 Euro zu erzielen.
Deshalb halten wir es für einen Fehler, Einkaufsoptimierung nur als „Kostenprojekt” zu betrachten.
Sie ist Ergebnismanagement.
38. Und es gibt noch Hunderte weitere Prüfpunkte
Dieser Artikel behandelt nur einen Ausschnitt.
Abhängig vom Versandprofil können beispielsweise zusätzlich relevant werden:
internationale Tarifzonen,
Remote Areas,
internationale Rücksendungen,
Zollnachbearbeitung,
Abholkosten,
Nachnahme,
Vorausverfügungen,
DDP-Prozesse,
Filial-Routing,
Ident-Check,
Empfängerunterschrift,
Wunschtag,
Adressvalidierung,
Kleinpaket versus Paket,
Carrier-Split,
Verpackungsoptimierung,
Volumengewicht,
Mindestmengen,
Abholtage,
internationale Transportzuschläge.
Die entscheidende Erkenntnis lautet deshalb:
Ein DHL Vertrag ist kein einzelner Preis.
Er ist ein komplexes Preis- und Prozesssystem.
DHL Vertrag nachverhandeln: Unsere Vorgehensweise bei Von Falkenrath & Company
Von Falkenrath & Company verfolgt deshalb einen anderen Ansatz als klassische Einkaufsverhandlungen.
Wir beginnen nicht mit:
„Wie viel Rabatt können wir bekommen?”
Wir beginnen mit:
„Warum zahlen Sie heute genau diesen Betrag?”
Schritt 1: Datenaufnahme
Wir analysieren Verträge, Rechnungen, Sendungsdaten und Strukturen.
Schritt 2: Kostenzerlegung
Wir zerlegen die DHL Kosten in:
Basistarif,
Zuschläge,
Services,
Abweichungen,
Retouren,
Sonderkosten.
Schritt 3: Auffälligkeiten
Wir suchen nach wiederkehrenden Mustern und technischen Fehlern.
Schritt 4: Benchmark
Wir vergleichen Konditionen und Kostenstrukturen mit Marktdaten und Vergleichsverträgen.
Schritt 5: Business Case
Jede Maßnahme erhält einen konkreten Euro-Wert.
Schritt 6: Verhandlung
Wir übernehmen die Kommunikation und Nachverhandlung.
Schritt 7: Umsetzung
Eine Preisreduzierung auf Papier reicht uns nicht.
Sie muss auf der Rechnung ankommen.
Warum Von Falkenrath & Company erfolgsbasiert arbeitet
Wir wollen nicht dafür bezahlt werden, eine 80-seitige Präsentation zu erstellen.
Entscheidend ist die realisierte Einsparung.
Deshalb kann unsere Vergütung erfolgsabhängig ausgestaltet werden.
Das schafft eine einfache Interessenlage:
Wenn keine relevante Einsparung entsteht, soll aus der Analyse auch kein unverhältnismäßiger Beratungsaufwand für den Kunden entstehen.
Unser wirtschaftliches Interesse ist dasselbe wie das unserer Mandanten:
messbare Einsparung.
Häufige Fragen zur DHL Vertragsoptimierung
Ab welcher Sendungsmenge lohnt sich eine Prüfung?
DHL bietet Geschäftskundenkonditionen bereits ab etwa 200 Sendungen im Jahr an.
Eine tiefgehende Optimierung wird insbesondere dann interessant, wenn DHL einen relevanten jährlichen Kostenblock darstellt.
Das können bereits einige zehntausend Euro sein.
Bei sechs- oder siebenstelligen jährlichen Versandkosten sollte aus unserer Sicht regelmäßig geprüft werden.
Wie oft sollte ein DHL Vertrag geprüft werden?
Mindestens bei:
Preiserhöhungen,
Vertragsverlängerungen,
wesentlichen Volumenänderungen,
neuen Standorten,
geändertem Produktsortiment,
neuem WMS oder ERP,
starker Veränderung der Retourenquote.
Zusätzlich empfehlen wir eine regelmäßige Rechnungsanalyse.
Sollte man DHL gegen DPD, GLS, Hermes und UPS ausschreiben?
Vergleichsangebote können sinnvoll sein.
Aber ein Carrier-Wechsel ist nicht zwingend das Ziel.
Ein wettbewerbsfähiges Gegenangebot schafft vor allem Transparenz und Verhandlungsspielraum.
Muss man DHL komplett wechseln, um bessere Konditionen zu bekommen?
Nein.
Häufig ist eine Nachverhandlung des bestehenden Vertrages sinnvoller.
Gerade wenn die operative Integration funktioniert und Kunden mit dem Dienstleister zufrieden sind.
Sind alle genannten Zuschläge verhandelbar?
Nein.
Man sollte nicht suggerieren, dass jeder Zuschlag einfach gestrichen werden kann.
Manche Positionen sind standardisiert oder an externe Faktoren gekoppelt.
Andere lassen sich reduzieren, kompensieren oder durch Prozessverbesserungen vermeiden.
Der relevante Punkt ist:
Jede Position sollte verstanden werden.
Fazit: Verhandeln Sie nicht Ihren DHL Paketpreis – verhandeln Sie Ihre DHL Gesamtkosten
Die meisten Unternehmen beginnen ihre DHL Verhandlung beim Paketpreis.
Genau dort beginnen wir auch.
Aber dort hören wir nicht auf.
Denn 10 Cent günstigerer Paketpreis helfen wenig, wenn gleichzeitig:
0,49 Euro Leitcodierung,
0,19 Euro Peak,
0,50 Euro Peak-in-Peak,
0,99 Euro Gewichtskorrektur,
6,99 Euro Transportversicherung,
4,50 Euro Rücksendeentgelt
oder zweistellige Zuschläge für Sonderbearbeitung entstehen.
Ein professionelles Versandkostenprojekt muss deshalb Vertrag, Daten und operative Prozesse miteinander verbinden.
Die zentrale Frage lautet nicht:
„Was kostet unser DHL Paket?”
Sondern:
„Was kostet uns jede erfolgreich zugestellte Bestellung tatsächlich – und warum?”
Wer diese Frage beantworten kann, kann verhandeln.
Wer sie nicht beantworten kann, vergleicht lediglich Preislisten.
Lassen Sie Ihren DHL Vertrag von Von Falkenrath & Company prüfen
Sie versenden regelmäßig mit DHL?
Sie haben einen sechs- oder siebenstelligen jährlichen Versandkostenblock?
Sie möchten wissen, ob Ihre Konditionen marktgerecht sind?
Oder Sie vermuten, dass Zuschläge, Gewichtsabweichungen, Sperrgut, Leitcodierungen oder Zusatzservices unnötige Kosten verursachen?
Dann lassen Sie uns nicht nur Ihren Paketpreis ansehen.
Lassen Sie uns Ihre Rechnungen verstehen.
Von Falkenrath & Company analysiert Ihren DHL Vertrag, Ihre Preisstruktur und Ihre tatsächlichen Abrechnungsdaten, identifiziert konkrete Einsparpotenziale und übernimmt anschließend auf Wunsch die Nachverhandlung.
Erfolgsorientiert.
Datenbasiert.
Mit Fokus auf messbare Ergebnisverbesserung.
Unser Anspruch ist dabei einfach:
Wir wollen Ihren DHL Vertrag am Ende besser kennen als Sie selbst.
Und möglichst auch besser als derjenige, der ihn Ihnen verkauft hat.
Über den Autor: Tom Illauer
Tom Illauer ist Geschäftsführer von Von Falkenrath & Company und seit mehreren Jahren im Bereich Restrukturierung, Unternehmensführung und Ergebnisverbesserung tätig.
Seinen beruflichen Ursprung hat er im Bankwesen. Parallel zu seiner Tätigkeit absolvierte er über mehrere Jahre berufsbegleitende Studiengänge an der Frankfurt School und qualifizierte sich unter anderem als Diplom-Betriebswirt, Diplom-Investmentbanker und Diplom-Bankbetriebswirt.
In den vergangenen Jahren lag sein Schwerpunkt insbesondere auf Unternehmensrestrukturierungen und operativen Turnarounds. Dabei war er unter anderem in Geschäftsführungs- und Gruppen-Geschäftsführungsfunktionen tätig und verantwortete Unternehmen mit mehreren hundert Mitarbeitern und Umsätzen im hohen zweistelligen beziehungsweise rund dreistelligen Millionenbereich.
Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen nicht theoretische Beratungsmodelle, sondern operative Ergebnisverbesserungen: Kostenstrukturen verstehen, Verträge analysieren, Einkaufsbedingungen neu verhandeln, ineffiziente Prozesse beseitigen und Maßnahmen so umsetzen, dass sie anschließend tatsächlich in BWA, GuV und Cashflow sichtbar werden.
Darüber hinaus ist Tom Illauer Unternehmer, Advisor und Autor von zwei Büchern.
Mit Von Falkenrath & Company überträgt er diesen operativen Ansatz auf die Kostenoptimierung im Mittelstand: Verträge und Ausgaben werden systematisch mit Markt- und Wettbewerbsdaten abgeglichen, Einsparpotenziale quantifiziert und anschließend gemeinsam mit den jeweiligen Dienstleistern umgesetzt.
Sein Grundsatz dabei:
Einsparpotenzial auf einer PowerPoint-Folie ist wertlos. Relevant ist nur die Einsparung, die am Ende tatsächlich auf der Rechnung und im Ergebnis ankommt.
DHL-Kosten senken – unverbindlich geprüft
Von Falkenrath & Company analysiert Ihre DHL-Verträge und Rechnungen – von Leitcodierung über Peak-Zuschläge bis Sperrgut. Keine Anzahlung, keine Mindestvergütung – vergütet wird nur realisierte Einsparung.
Jetzt Kontakt aufnehmen