Kurzantwort: Sonderzustellzuschläge, 4-Tage-Wochen-, Peak- und Kapazitätszuschläge werden oft akzeptiert, statt verhandelt – und normalisieren sich schnell. Wer prüft, welche Zuschläge in den letzten 24 Monaten dazukamen, welche dauerhaft oder temporär sind und welche gedeckelt werden können, verhindert, dass sich neue Gebühren dauerhaft festsetzen.
Neue operative Zuschläge sind gefährlich. Nicht, weil sie grundsätzlich falsch wären. Sondern weil sie sich schnell normalisieren.
Das immer gleiche Muster
Sonderzustellzuschläge, 4-Tage-Wochen-Zuschläge, Peak-Zuschläge, Kapazitätszuschläge, manuelle Bearbeitungsgebühren: Dienstleister führen sie mit guten Gründen ein – Personalmangel, höhere Kosten, neue Prozesse, veränderte Zustellmodelle. Aber Unternehmen übernehmen diese Zuschläge oft, ohne sie zu verhandeln.
Das Muster ist fast immer gleich: Der Dienstleister informiert, die Fachabteilung akzeptiert, die Rechnung läuft, und der CFO sieht erst später die gestiegene Kostenquote. Dann heißt es: „Logistik ist eben teurer geworden.” Vielleicht stimmt das. Vielleicht aber nicht in dieser Höhe.
So behalten Sie neue Zuschläge unter Kontrolle
Neue Zuschläge der letzten 24 Monate auflisten
Welche Zuschläge wurden in den letzten zwei Jahren eingeführt? Diese Bestandsaufnahme ist der erste Schritt und oft erhellend.
Dauerhaft von temporär trennen
Welche Zuschläge sind dauerhaft, welche temporär? Temporäre Zuschläge sollten auch wieder verschwinden – das gerät leicht in Vergessenheit.
Freigabe und Deckelung prüfen
Welche Zuschläge wurden nie aktiv freigegeben, und welche lassen sich deckeln? Und welche gelten pauschal, obwohl sie nur einzelne Sendungen betreffen?
Was Sie prüfen sollten
- Welche neuen Zuschläge kamen in 24 Monaten dazu?
- Welche sind dauerhaft, welche temporär?
- Welche wurden nie aktiv freigegeben?
- Welche können gedeckelt werden?
- Welche gelten pauschal statt sendungsbezogen?
Häufige Fragen
Sind Sonderzustell- und Peak-Zuschläge verhandelbar? Oft ja – zumindest in Höhe, Geltungsdauer und Bemessungsgrundlage. Temporäre Zuschläge sollten zudem ein Enddatum haben.
Warum normalisieren sich neue Zuschläge so schnell? Weil sie operativ akzeptiert werden, bevor sie kaufmännisch geprüft sind. Nach einigen Monaten gelten sie als gegeben.
Wie verhindert man unbemerkte Zuschläge? Durch einen Freigabeprozess für neue Zuschläge und eine regelmäßige Prüfung der Frachtrechnung auf neue Positionen.
Fazit
Kosten senken beginnt oft nicht mit einem Anbieterwechsel, sondern mit der Frage: Warum zahlen wir das eigentlich? Wer neue Zuschläge systematisch prüft, verhindert, dass sie sich dauerhaft festsetzen.
Bei Von Falkenrath & Company prüfen wir Frachtzuschläge laufend und verhandeln sie – zu 100 % erfolgsabhängig. Mehr auf Von Falkenrath & Company.
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Über den Autor Tom Illauer ist Gründer von Von Falkenrath & Company, Geschäftsführer eines Handelsunternehmens sowie Diplom-Betriebswirt und Diplom-Investmentbanker. Die schleichende Normalisierung neuer Logistikzuschläge beobachtet er aus dem operativen Versandgeschäft.