Kurzantwort: Storage- und Backup-Kosten senken Unternehmen durch klare Retention-Regeln, das Löschen alter Snapshots und doppelter Datenbanken, das regelmäßige Bereinigen von Logs und das Verschieben von Archivdaten in günstigere Storage-Klassen. Das Ziel ist nicht, Daten blind zu löschen, sondern sie wirtschaftlich zu verwalten.
Daten sind billig – bis sie teuer werden. Viele Unternehmen speichern einfach alles: Logs, Backups, Snapshots, Datenbankkopien, Archivdaten, Testdaten, Mediendateien und doppelte Datenbestände. Jahrelang. Weil Löschen riskant wirkt.
Warum Datenkosten unbemerkt steigen
Das eigentliche Problem: Nicht-Löschen ist auch riskant – nur eben finanziell. Cloud-Storage, Datenbanken und Backups wachsen oft unbemerkt, weil sich niemand zuständig fühlt, solange alles funktioniert. Und genau deshalb steigen die Kosten still und kontinuierlich.
So verwalten Sie Daten wirtschaftlich
Klare Retention-Regeln
Wie lange müssen Daten wirklich aufbewahrt werden? Klare, dokumentierte Retention Policies sind die Grundlage. Sie definieren, was wie lange aufbewahrt und wann automatisch gelöscht wird.
Alte Snapshots und doppelte Datenbanken entfernen
Alte Snapshots und doppelte Datenbanken sind häufige, leicht behebbare Kostentreiber. Eine Inventur deckt sie schnell auf.
Storage-Klassen richtig wählen
Archivdaten gehören nicht in teuren, schnellen Speicher. Das Verschieben selten genutzter Daten in günstigere Storage-Klassen senkt die Kosten erheblich, ohne die Verfügbarkeit kritischer Daten zu beeinträchtigen.
Logs regelmäßig bereinigen
Logs wachsen unauffällig, aber stetig. Eine automatische Bereinigung nach definierten Fristen hält die Kosten im Rahmen.
Was Sie prüfen sollten
- Welche Backups werden wirklich benötigt?
- Wie lange müssen Daten aufbewahrt werden?
- Welche Storage-Klassen werden genutzt?
- Gibt es alte Snapshots oder doppelte Datenbanken?
- Werden Logs regelmäßig bereinigt?
- Liegen Archivdaten im teuren Speicher?
- Gibt es klare Retention Policies?
Häufige Fragen
Was ist eine Retention Policy? Eine festgelegte Regel, wie lange bestimmte Daten aufbewahrt werden, bevor sie automatisch gelöscht oder archiviert werden. Sie verhindert unkontrolliertes Datenwachstum.
Ist das Löschen alter Daten ein Risiko? Nicht, wenn es geregelt geschieht. Klare Policies trennen aufbewahrungspflichtige von verzichtbaren Daten – das eigentliche Risiko ist eher das unkontrollierte Aufbewahren von allem.
Wie viel lässt sich bei Storage sparen? Je nach Pflegezustand erheblich – besonders dort, wo Archivdaten im teuren Speicher liegen und alte Snapshots nie gelöscht wurden.
Fazit
Ein CFO muss nicht wissen, wie jede Datenbank funktioniert. Aber er sollte wissen, ob die Datenhaltung wirtschaftlich gesteuert wird. Denn genau hier verlieren Unternehmen unbemerkt EBITDA.
Bei Von Falkenrath & Company prüfen wir IT- und Cloud-Datenkosten strukturiert – zu 100 % erfolgsabhängig. Mehr auf Von Falkenrath & Company.
Weiterlesen: Cloud-Kosten senken: 7 Hebel · Dev- und Staging-Umgebungen abschalten
Über den Autor Tom Illauer ist Gründer von Von Falkenrath & Company sowie Diplom-Betriebswirt und Diplom-Investmentbanker. In Restrukturierungen begegnet ihm unkontrolliertes Datenwachstum als wiederkehrender Kostentreiber.